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"Fair teilen statt sozial spalten" - Aktionen gegen das Sparpaket der Bundesregierung

Protest-Banner mit Unterschriften der Teilnehmenden
Das Protest-Banner vor der
Lorenzkirche mit Unterschriften
der Teilnehmenden.

"Fair teilen statt sozial spalten!" - unter dieser Überschrift riefen Stadtdekan Hubertus Förster von der Katholischen Stadtkirche und Dekan Dr. Jürgen Körnlein vom Evangelisch-Lutherischen Dekanat alle Christinnen und Christen Nürnbergs und zugleich alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt dazu auf, am Sonntag, 17. Oktober 2010 um „5 vor 12 Uhr“ zu einer Aktion vor die Lorenzkirche zu kommen. Gemeinsam sollte ein deutliches Zeichen für Solidarität mit den Schwachen und für mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft gesetzt werden. Hintergrund der Aktion ist das geplante Sparpaket der Bundesregierung, das in seiner sozialen Unausgewogenheit in Kirchengemeinden und vielen Kreisen für große Empörung gesorgt hat.

Nach den Sonntagsgottesdiensten, von denen sich ebenfalls einige mit dem Thema des Aktionstags beschäftigten, kamen rund 500 Unterstützer/innen vor die Lorenzkirche. Viele folgten dem Aufruf, einen Kuchen mitzubringen, den sie am Ende teilten, damit alle "ein Stück vom Kuchen abbekommen". Als prominente Unterstützer kamen neben dem Nürnberger Regionalbischof Dr. Stefan Ark Nitsche auch der Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. Am Ende der Veranstaltung wies Dekan Jürgen Körnlein noch auf weitere Protest- und Informationsmöglichkeiten in diesem Herbst in Nürnberg hin, unter anderem die große bayernweite Kungebung des DGB am 13. November 2010 auf dem Nürnberger Kornmarkt.

Im September hatten sich katholische und evangelische Kirche bereits zusammen mit den Betriebsseelsorgen und dem DGB Mittelfranken gemeinsam mit dem Nürnberger Appell "Fair teilen statt sozial spalten" an die Öffentlichkeit gewandt und vor einer Verschärfung der sozialen Schieflage durch das geplante Sparpaket der Bundesregierung gewarnt.

 

Mahnruf von Kirchen und Gewerkschaften für mehr Gerechtigkeit

Nürnberger Erklärung – gemeinsamer Mahnruf für mehr Gerechtigkeit

Anlässlich der Bildung des neuen Bundestags haben Evang. und Kath. Kirche in Nürnberg gemeinsam mit dem DGB Mittelfranken sowie der Kath. Betriebsseelsorge und dem evangelischen Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt eine "Nürnberger Erklärung" zur Wirtschafts- und Finanzmarktskrise erstellt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Gerade in der aktuellen Situation des Niedergangs von Quelle zeigt sich, wie die Folgen der Krise erst nach und nach vor Ort ankommen. Bei den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft gewinnt man jedoch den Eindruck, dass so weiter gemacht wird wie zuvor. Dagegen wenden sich Kirchen und Gewerkschaft und erheben ihre Stimme mit einem "Gemeinsamen Mahnruf für Gerechtigkeit".


Download: Nürnberger Erklärung - Gemeinsamer Mahnruf für Gerechtigkeit (200 KB)