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Melanchthonjahr 2010

Melanchthon-Denkmal in Nürnberg
Melanchthon-Denkmal
in Nürnberg

Im Jahr 2010 jährt sich zum 450. Mal der Todestag des europaweit bekannten Reformators Philipp Melanchthon (1497-1560). Mit 21 war er bereits Professor für griechische Literatur in Wittenberg, er blieb aber zeitlebens weit über das eigene Fach hinaus aktiv in Fragen des Humanismus, des Bildungswesens, der Theologie und der Astronomie.

Auch in Nürnberg hat Melanchthon, der enge Freund und Mitarbeiter Martin Luthers, seine Spuren hinterlassen. Hier entwickelte er im Auftrag des Rates der Stadt einen neuen Schultyp und gründete am Egidienplatz mit der "Oberen Schule" das erste Gymnasium Deutschlands. Hier wirkte er als Schlichter im Streit zwischen der Äbtissin Caritas Pirckheimer und dem Rat der Stadt. Und so setzten ihm die Nürnberger sowohl am Egidienberg als auch an der Sebalduskirche ein Denkmal.

Das Evang.-Luth. Dekanat Nürnberg hat gemeinsam mit der Stadt und zahlreichen Einrichtungen und Verbänden ein vielfältiges Angebot zum Gedenkjahr zusammengestellt. Auftakt zum Melanchthonjahr 2010 waren bundesweit die Reformationsfest-Feiern zum 31. Oktober 2009 - so auch in Nürnberg. Dr. Petra Bahr, Kulturbeauftragte der Evang. Kirche in Deutschland hielt den Festvortrag zum Thema "Bildung als Überlebenswissen. Was wir heute von Melanchthon lernen können".

Einen Veranstaltungsüberblick über die Nürnberger Jubiläumsprogramm bekommt man durch das Programmheft "Phlipp Melanchthon 1497-1560. Reformator, Humanist, Lehrer Europas" (1 MB)", das in den Nürnberger Kirchen, im i-punkt im eckstein (Burgstr. 1-3) und zahlreichen Einrichtungen ausliegt.

Weitere Angebote sind auch unter www.melanchthon.com zu finden.