Die ForuM-Aufarbeitungsstudie der Evangelischen Kirchen in Deutschland vom 25. Januar 2024 hat dargelegt, dass auch im Bereich Kirche und Diakonie sexualisierte Gewalt geschieht.
Wir können Vergangenes nicht ungeschehen oder einfach wiedergutmachen. Aber wir können und wollen uns aktiv gegen sexualisierte Gewalt einsetzen. Dafür tragen wir als Organisation und jede einzelne Person in unseren kirchlichen Arbeitsfeldern Verantwortung.
Diese Verantwortung bedeutet, hinzusehen, Menschen ernst zu nehmen, sprach- und handlungsfähig zu sein, Strukturen kritisch zu hinterfragen und bei Verdachtsfällen klar und verlässlich vorzugehen.
Bitte melden Sie sich!
Zentrale Telefonsprechstunde für Betroffene
Mo., 10 Uhr bis 11 Uhr und Di., 17 Uhr bis 18 Uhr
Tel. 089 5595 – 335
www.aktiv-gegen-missbrauch.de
Unser Leitbild zur Prävention sexualisierter Gewalt
Jeder Mensch ist nach Gottes Ebenbild geschaffen. Dies verleiht uns Menschen Würde – unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Identität, Behinderung oder ethnischer Herkunft. In unserem Dekanat wollen wir diese Würde achten. Deshalb positioniert sich unser Dekanat klar gegen jegliche Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Wir übernehmen Verantwortung für den Schutz der uns anvertrauten Personen vor grenzüberschreitendem Verhalten und Übergriffen, vor physischer, psychischer und sexualisierter Gewalt. Gewalt hat keinen Raum in unserem Dekanat. Wir wollen Menschen, ganz besonders Schutzbedürftigen, Kindern und Jugendlichen, sichere Räume bieten, in denen sie Gottes Segen erfahren können. Wir wollen einen sicheren Rahmen schaffen, in dem Nähe, Gemeinschaft und geteilter Glaube erlebt werden können.
Wir wissen dabei um die Möglichkeit, dass da, wo Menschen einander begegnen, auch das Risiko für Verletzungen und Fehler besteht. Diese werden, wenn sie geschehen, nicht verschwiegen. Wo es zu Grenzüberschreitungen oder gar Übergriffen kommt, unterstützen wir aktiv den Umgang mit Beschwerden und Fehlern. Dabei orientieren wir uns an einer Kultur der Achtsamkeit.
In unserem Verhaltenskodex, dem sich alle hauptberuflichen, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden verpflichten, wird deutlich, wie dieses Leitbild in unserer täglichen Arbeit konkret wird.
Wohin kann ich mich bei sexualisierter Gewalt in der Kirche wenden?
Die Ansprechpersonen im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Nürnberg sind für Betroffene und Zeugen sexualisierter Gewalt als vertraulicher Erstkontakt vor Ort da. Sie unterstützen Betroffene bei der Klärung ihrer Situation, informieren über Handlungsmöglichkeiten und das Meldeverfahren. Die Ansprechpersonen wurden vom Dekanatsausschuss berufen.
Diese sind:
Für das Evangelisch-Lutherische Dekanat Nürnberg:
- Dr. Sabine Arnold: Tel.: 0176 45504130 / Email: ansprechperson.nuernberg@elkb.de
- Anne Lüters: Tel.: 0176 45 57 22 70 / Email: ansprechperson.nuernberg@elkb.de
Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit:
- Jasmin Wagner: Tel.: 0176 45568817 oder 0911 214 23 25 / Email: ansprechpersonen.ejn@elkb.de
- Lorenz Späth: Tel.: 0911 61 92 06 / Email: ansprechpersonen.ejn@elkb.de
Die Ansprechpersonen in den Kirchengemeinden und Einrichtungen sind in den dortigen Schutzkonzepten aufgeführt.
Ansprechstelle der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
Telefon: 089 5595-335
Montag, 10 Uhr bis 11 Uhr und Dienstag von 17 Uhr bis 18 Uhr
Email: ansprechstellesg@elkb.de
www.aktiv-gegen-missbrauch-elkb.de
Auf der Webseite BeNe - Betroffenen Netzwerk bietet die Evangelische Kirche Deutschland eine Vernetzungsplattform von Betroffenen für Betroffene:
www.betroffenen-netzwerk.de
BeNe wurde von Betroffenen des Beteiligungsforums Sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche entwickelt.
Weitere Informationen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Bayern zu Beratungsmöglichkeiten haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Was wird zur Prävention sexualisierter Gewalt vor Ort getan?
Präventionsarbeit im Dekanat Nürnberg
Prävention ist im Dekanat Nürnberg ein Querschnittsthema und prägt alle Arbeitsbereiche und alle Menschen. Sie gründet auf einer achtsamen Haltung, dem bewussten Umgang mit Nähe und Distanz sowie der Bereitschaft, sensibel hinzusehen, zuzuhören und Verantwortung zu übernehmen.
Ziel ist es, dass alle Mitarbeitende sprach- und handlungsfähig sind, Meldewege kennen, Machtstrukturen kritisch reflektieren, Beteiligung und Rückmeldungen ermöglichen und Grenzverletzungen ernst nehmen.
Zentrale Bausteine der Präventionsarbeit sind:
• Basisschulungen für haupt-, neben-, und ehrenamtlich Mitarbeitende
• ein verbindlicher Verhaltenskodex
• verbindliche Meldewege und geregelte Interventionsverfahren bei Verdachtsfällen
• Umsetzung des Präventionsgesetzes und der Meldepflicht
• Vertrauensvolle und anonyme Beratung für Betroffene und Mitarbeitende
So wird Prävention im Dekanat Nürnberg aktiv gelebt – als gemeinsame Haltung und kontinuierlicher Prozess.
Präventionsbeauftragte für das Evangelisch-Lutherische Dekanat Nürnberg ist:
- Sonja Lichteneber: Tel.: 0175 – 9662532 / Email: sonja.lichteneber@elkb.de
Gibt es die Möglichkeit eine direkte oder anonyme Rückmeldung zu geben?
Ja. Wenn Sie uns eine direkte oder auch anonyme Rückmeldung geben möchten, klicken Sie bitte auf das Logo:
Sie werden dann auf die Seite des "ecksteins- das haus der evangelischen kirche in nürnberg" weitergeleitet. Dort können Sie eine Nachricht eingeben. Das Postfach wird in der Regel alle 72 Stunden gelesen.
Gibt es in Nürnberg Beratungsstellen für von sexualisierter Gewalt Betroffene?
Ja! In Nürnberg gibt es verschiedene Beratungsstellen für Betroffene von sexualisierter Gewalt. Diese sind zum Teil auch speziell ausgerichtet auf Kinder und Jugendliche, auf weibliche, männliche oder LGBTQIA+ -Personen. Eine Übersicht finden Sie im folgenden PDF:


