Unsere Aufgabe: Schöpfung bewahren!

Stellungnahme zur Räumung  von Lützerath

Die Räumung des Dorfes Lützerath hat begonnen, der Abriss steht unmittelbar bevor.
Lützerath im Braunkohlerevier Rheinland soll von RWE abgebaggert werden, um die darunter liegenden 280 Millionen Tonnen Braunkohle zu fördern. 
Dabei ist klar: Wenn diese 280 Millionen Tonnen Braunkohle unter Lützerath gefördert und verbrannt werden, können wir die 1,5-Grad-Grenze nicht mehr halten, zu der wir uns mit dem Pariser Klimaabkommen verpflichtet haben. 

RWE hat sich das Recht auf Förderung der unter Lützerath befindlichen Braunkohle durch einen Deal mit der Bundeswirtschaftsminister Habeck und der NRW-Umweltministerin Mona Neubaur erworben: Das Kohle-Ausstiegsdatum wurde auf 2030 vorgezogen. Das ist aber kein Erfolg für den Klimaschutz; vielmehr wird RWE erlaubt in kürzerer Zeit dieselbe Menge Kohle zu verfeuern und dieselbe Menge CO2 in die Atmosphäre zu blasen. 

Die Energieexpertin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) spricht sich gegen die Abbaggerung der Kohle unter Lützerath aus. Das 1,5 Grad- Ziel sei andernfalls nicht zu halten. „Entscheidend ist nicht das Kohle-Ausstiegsdatum, sondern das verbleibende CO2-Budget – und das wird deutlich überschritten.“ (Nürnberger Nachrichten vom 11.01.2023, S.4)

"So ermittelte etwa die Coal Exit Research Group, der Expert:innen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), der TU Berlin und der Europa-Universität Flensburg angehören, es seien im aktuellen Abbaubereich bereits deutlich höhere Kohlemengen genehmigt, als zur Sicherung der Energieversorgung bis 2030 benötigt werden. Fazit: Weitere Abbauflächen unnötig."
aus: >> Quelle.    

Darum solidarisieren wir uns mit allen, die friedlich und gewaltfrei gegen das Abbaggern von Lützerath und für das Einhalten des 1,5 Grad- Zieles eintreten. 
Zur aktuellen Situation im nordrhein-westfälischen Lützerath äußert sich die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus:
„Unsere Gesellschaft braucht am Beginn des Jahres 2023 keine Kraftakte, keine neuen Konfrontationen und Kampfszenen, sie braucht vielmehr eine Denk- und Gesprächspause darüber, wie wir den brüchigen sozialen Frieden in unserem Land, das angefochtene Vertrauen in die Politik und den so dringend nötigen Frieden mit der Schöpfung fördern können.
Die aktuell drohende Räumung von Lützerath macht auf bedrückende Weise klar, wie weit wir davon entfernt sind.
Längst sind Kohleförderung und -verstromung als falscher und ökologisch selbstmörderischer Umgang mit der Schöpfung und der Zukunft kommender Generationen erkannt worden. Das bringt immer mehr Menschen zur Verzweiflung, raubt auch geduldigen und nüchternen Menschen den Schlaf. Die Tagebaue im rheinischen Revier sind hierfür zum Symbol geworden, nicht zuletzt tragen sie auch effektiv zur globalen Erwärmung bei.“
(Hervorhebung Ute Böhne >> vollständiger Text)

Der UN-Generalsekretär Antonio Guterres sagte auf der jüngsten Welt-Klimakonferenz in Sharm el-Sheikh:
"Wir sind auf dem Highway zur Klimahölle mit dem Fuß auf dem Gaspedal."
Ein Weiter-so darf es nicht geben. 
Wir Christ*innen setzen dagegen die Hoffnung und den Ruf: Umkehr zum Leben! 

Pfarrerin Ute Böhne, Dekanats-Umweltbeauftragte
Anke Maubach, Mitglied der Dekanats-Synode und des Dekanatsausschusses


Bilder von der Demonstration aus Lützerath:

Bilder v.l.n.r.: Mitglieder der Initiative „Kirche(n) im Dorf lassen“ auf der Lützerath-Demo am 14.01.2023 / Demonstrationszug durch Keyenberg bei Lützerath, 14.01.2023 / Dekanatsumweltbeauftragte Pfarrerin Ute Böhne


 

Sind Umwelt und Klima Themen für die Kirche? Absolut! Gerade als Christinnen und Christen haben wir den Auftrag dabei zu helfen Gottes Schöpfung zu bewahren.

Die Klimakrise bedroht die Menschheit - und alles Leben auf der Erde. Deshalb ist es notwendig jetzt entschlossen umzusteuern. Im Dekanat setzt sich dafür ein 'Umweltteam' ein, das den Nürnberger Gemeinden mit Rat und Tat zur Seite steht, verschiedene Aktionen und Maßnahmen anstößt und koordiniert. 

Die Dekanatsumweltbeauftragten solidarisieren sich in ihren Forderungen mit Fridays for Future:
 

"Diesen Sommer hatten wir 40 Grad in Deutschland. Wälder haben gebrannt. Wochenlang kein Regen, mancherorts wurde das Trinkwasser knapp. Wir wissen alle, dass wir jetzt gegensteuern müssen - damit unser Planet Erde bewohnbar bleibt. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen und die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, muss Deutschland spätestens  im Jahr 2035 CO2-neutral sein. Wir brauchen den Kohleausstieg bis allerspätestens 2030 und einen schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien. Ein 100-Milliarden-Investitionsprogramm ist notwendig, um die Klimakrise erfolgreich zu beenden." Pfarrerin Ute Böhne, Dekanats-Umweltbeauftragte

>> KlimaEntscheid: Nürnberg bis 2030 klimaneutral machen - Machen Sie mit bei der Unterschriftenaktion!

>> Download Infoflyer und Unterschriftenliste

Auch bei uns liegt die Unterschriftenliste aus:
eckstein. Haus der Evang.-Luth. Kirche Nürnberg, Burgstr. 1-3, 90403 Nürnberg

 


AKTUELL:

Bildrechte: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gibt auf der Seite www.energiewechsel.de viele gute Tipps für die Einsparung von Energie. 

 

 

 

 


 

Save the Date:
Schöpfungszeit 2023:  16.09. – 01.10.2023

 


 



Die Dekanatssynode hat am 10. März 2021 beschlossen, dass wir anstreben bis 2035 im Dekanat Nürnberg klimaneutral zu sein. Spätestens mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, dass mangelnder Klimaschutz die Grundrechte der jungen Generation verletzt, ist das Thema weit oben auf der politischen Agenda angekommen.



Historie – bereits erreichte Punkte der Steuerungsgruppe „Nachhaltiges Dekanat Nürnberg“

Um unseren kirchlichen Beitrag zum Klimaschutz voranzubringen, haben das Kirchengemeindeamt und die Steuerungsgruppe Nachhaltiges Dekanat, mit fachlicher Unterstützung durch das Aktionsbündnis 'Grüne Eisbären' am 10. Juni 2021 zu der Infoveranstaltung 'Wege in die Klimaneutralität' via Zoom eingeladen, mit Impulsvorträgen zu:

  • Wärmepumpen – Funktionsweise, Einsatzmöglichkeiten und Bezuschussung
  • Finanzierungsmöglichkeiten z.B. durch Bürgerenergiegesellschaften
  • Kombination von Photovoltaik und Wärmepumpen
  • Kirchlicher Solarpark Nürnberg – wie Kirchengemeinden ohne Investitionskosten zu einer PV-Anlage kommen

Mit dabei auch Maximilian Boltz, Klimaschutzmanager der ELKB.

Vom 10. bis 25. September 2022 lud das Umweltteam des Dekanats mit verschiedenen Aktionen zur 'Schöpfungszeit' ein und beteiligte sich am Globalen Klimastreik in Nürnberg.

 


 

 

Unser Umweltteam:

Ute Böhne, Dekanatsumweltbeauftragte, Pfarrerin in Röthenbach (Pegnitz) und Schwaig | Dr. Peter Aschoff, Umweltbeauftragter, Pfarrer in Nürnberg-Zerzabelshof | Anke Maubach, Mitglied der Dekanatssynode, Aktivistin von "Parents for Future" | Thomas Zeitler, Pfarrer im Lorenzer Laden und Studierendenpfarrer

Umweltteam - Ute Böhne



Kontakt
Pfarrerin Ute Böhne
Tel. 0911 570 7767
Mail: ute.boehne@t-online.de
         



Was steht auf der Agenda?

  • Öl- und Gasheizungen ersetzen durch CO2-emissionsfreie Heizungen in möglichst allen kirchlichen Gebäuden
  • Verstärktes regionales Netzwerken für den Klimaschutz u.a. mit 'Nürnberg for Future'
  • Umweltbeauftragte in jeder Kirchengemeinde (Bei Interesse hier melden >> Kontakt)
  • Einführung eines 'Schöpfungssonntags' für das Dekanat
  • Unterstützung und Beteiligung an den Aktionen von Fridays for Future in Nürnberg
  • Klimaschutz als zentrales Thema beim Kirchentag 2023 in Nürnberg
  • Einsatz in den Kirchengemeinden für weniger tierische und mehr pflanzliche Lebensmittel


    Umwelt- und Klimaarbeit der Evang.-Luth. Kirche in Bayern (ELKB) >> Infoseite

    Klimaschutzkonzept, beschlossen durch die Synode der Evang.-Luth. Kirche in Bayern (ELKB) 
    >> Langfassung   >> Kurzfassung

 

Keep it in the ground! Lützerath 2023Demonstrationszug durch Keyenberg bei Lützerath, 14.01.2023Mitglieder der Initiative „Kirche(n) im Dorf lassen“ auf der Lützerath-Demo am 14.01.2023Schon gewusst? Im eckstein. Haus der Evang.-Luth. Kiche in Nürnberg (Burgstr. 1-3) kann man jetzt ganz einfach Wasser 'refillen' und dabei die Umwelt schonen!Klimaandacht zum Klimastreik am 23.9.2022 in St. JakobDas Nürnberger Umweltteam auf der Klimademo am 23.9.2022Globaler Klimastreik am 23.09.2022 in NürnbergProgrammüberblick: Schöpfungszeit im Evang.-Luth. Dekanat Nürnberg, 10.-25.09.2022Globale Klimademonstration 2019Globale Klimademonstration 2019Globale Klimademonstration 2019Globale Klimademonstration 2019Globale Klimademonstration 2019Globale Klimademonstration 2019